Idstein, 26.8.2026. Am Sonntag setzten rund 350 Radfahrerinnen und Radfahrer aus fünf Kommunen ein starkes Zeichen der Solidarität für das im Bau befindliche Idsteiner Hospiz. Unter dem Motto "Strampeln fürs Hospiz" fuhren die Teilnehmenden sternförmig aus ihren jeweiligen Rathäusern los und trafen gemeinsam mit der Bürgermeisterin und den Bürgermeistern der beteiligten Gemeinden – Hünstetten, Waldems, Niedernhausen, Bad Camberg und Idstein – auf der Zielgeraden in der Idsteiner Luxemburger Allee ein. Idsteins Bürgermeister Christian Herfurth (CDU) konnte aus terminlichen Gründen nicht selbst mitfahren, da zeitgleich das 800-jährige Ortsjubiläum in Kröftel stattfand.
Große Anteilnahme der Bevölkerung
Die Radaktion machte einmal mehr deutlich, wie sehr das Hospizprojekt von der Unterstützung aus der Region getragen wird. Bereits ab 10 Uhr herrschte reger Betrieb auf dem Gelände des Hospiz- Neubaus: Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer luden Getränkekisten, Partyzelte, Kuchenbleche, Grills sowie Brötchen, Brezeln und Würstchen ab, eingespieltes Teamwork für ein rundum gelungenes Fest. Für die Bewirtung sorgten lokale Partner: Getränke-Dietzel stellte die Bierbank-Ausstattung, das Restaurant „Zeitlos" eine Slush-Eismaschine, und das Restaurant „Don Lillo" verteilte Pinsa-Stücke an die Gäste. Das Engagement der Ehrenamtlichen und der örtlichen Betriebe zeigt, wie fest der geplante Hospiz-Neubau bereits in der Nachbarschaft verankert ist. Insgesamt nahmen über 400 Menschen an der Aktion teil. Der Erlös der Veranstaltung liegt bei etwas über 15.000 Euro und fließt direkt in den Bau und die Ausstattung des Hospizes. Unterstützt wurde das Event von Mainova, Schmitz Logistik, Sportcenter Idstein, Don Lillo, Zeitlos, Dietmar Bücher, Becon-Projects, Aposanun-Gonderman Apotheke, Schöne Aussicht 21 GmbH, Weller Gartenbau Bad Camberg, Immodienst Isho Sanierungs-GmbH und Co KG, Lea Pabst, Eva Bäumlisberger – Ingenieurbüro für Architektur, Naspa Stiftung, Volksbank Darmstadt Mainz eG, Biobäckerei Kaiser und der Jagdgemeinschaft Steckenroth.
Der Neubau nimmt Gestalt an
Das Hospiz in der Idsteiner Luxemburger Allee befindet sich derzeit im Rohbau. Aktuell sind Trockenbau, Heizung, Lüftung, Sanitär und Elektro an der Reihe. Bei einer Führung durch das Gebäude erläuterte Dieter Gissel, der die Hospizstiftung mit seiner Fachkompetenz in finanziellen Angelegenheiten unterstützt, den aktuellen Baufortschritt sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Projekts. Da die Krankenkassen die Betriebskosten eines Hospizes nicht vollständig abdecken, bleiben Spenden und Unterstützungsaktionen wie die Radtour ein wichtiger Baustein der Finanzierung. Die Eröffnung des Hospizes ist für den Sommer 2027 vorgesehen. Bis dahin steht noch einiges an Organisation an, von den letzten Bauarbeiten bis zur Gewinnung von qualifiziertem Pflegepersonal mit palliativmedizinischer Zusatzausbildung sowie von Hauswirtschaftskräften.
Neue Geschäftsführung für den Hospiz-Alltag
Zum 1. September übernimmt Cornelia von Meyendorff die Geschäftsführung der neu gegründeten Trägergesellschaft Abendlicht gGmbH, die künftig für den laufenden Betrieb des Hospizes verantwortlich sein wird. Sie bringt langjährige Erfahrung aus der Alten- und Hospizpflege mit.