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Turngemeinde Camberg 1848 e.V.

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Neujahrsempfang

Roman Pflüger: Bad Camberg braucht eine neue Sporthalle

Bad Camberg. Neujahrsempfänge geben in diesen Tagen den jeweiligen Vereinsvorständen immer wieder Anlass, ihren Verein zu feiern und ihn ins Rampenlicht zu stellen. Es gibt Vereine, da misslingt dieses Vorhaben. Wiederum andere wissen durch Leistungen und Basisarbeit ihr Publikum zu begeistern. Dies ist der TG Camberg und dessen Vorsitzenden Roman Pflüger mit seinen Mitstreitern im TG-Vorstand am vergangenen Samstag in hervorragender Art und Weise gelungen. Davon konnten sich rund 150 Mitglieder und eine Vielzahl von Ehrengästen überzeugen, die die facettenreiche Arbeit des Vereins gebührend würdigten. Im Blickpunkt stand zweifellos die Anwesenheit der ehemaligen Fecht-Olympiasiegerin und Weltmeisterin Cornelia Hanisch aus Offenbach, die sich nach ihrer aktiven Zeit in ihrer Eigenschaft als Funktionärin – im positiven Sinne – für die Belange sowohl des Breiten- als auch Leistungssport engagiert. In Hanischs Schatten standen ein wenig der hessische Finanzminister Karlheinz Weimar (CDU), Bürgermeister Wolfgang Erk (SPD), der Erste Stadtrat Peter Bermbach (CDU), Ortsvorsteher Franz Peter Martin (CDU), Doris Reifenberg in Vertretung des Landrats, der Sportkreisvorsitzende Hermann Klaus, Heinrich Böcher für den Turngau Mittellahn, die Schulleiter Hans-Joachim Haßler und Martin Fringes sowie Vertreter Bad Camberger Firmen und Banken. Frederike Schönfeld, erfolgreichster Sportlerin der TG, reihte sich nahtlos in die Liste der Ehrengäste ein. Vorsitzender Roman Pflüger ließ das vergangene 160. Jubiläumsjahr Revue passieren und dankte den ehrenamtlichen Helfern des rund 2000 Mitglieder zählenden Vereins für ihre unermüdliche Arbeit. Pflüger erinnerte unter anderem an die Ausrichtung der hessischen Meisterschaften im Rope Skipping, die mit einem aufgestellten Weltrekord in der Sporthalle endeten. A propos Sporthalle: Viele helfende Hände waren nötig, um notwendige Reparaturmaßnahmen zu vollenden. Mit Blick auf die Zukunft hielt Roman Pflüger den Bau einer neuen Bad Camberger Sporthalle für absolute Priorität. Der Landkreis, Schulen und Vereine seien gefordert, um eine für die TG befriedigende Lösung zu finden. «Die TG hat Jahr für Jahr neue Felder erschlossen», sagte Finanzminister Weimar und entgegen dem landesweiten Trend habe die TG auch neue Mitglieder gewonnen. Weimar bezeichnete es als außergewöhnlich, dass die TG in der Lage sei, sich sowohl sinnvoll für den Breiten- als auch Spitzensport zu engagieren. «Experimentierlust und Wagemut», habe die TG laut den Worten von Doris Reifenberg in den letzten Jahren gezeigt und es sei wichtig, dass auch Senioren im Verein fest integriert seien. Bürgermeister Wolfgang Erk nahm den Ball des Vorsitzenden bei der Frage einer neuen Sporthalle auf: «Wir müssen um dieses Vorhaben diskutieren und streiten.» Und: Wir werden uns den Aufgaben der Zukunft stellen.» Hermann Klaus, ein leidenschaftlicher Verfechter und Respekt zollender Zeitgenosse für die Ehrenamtlichen, betonte, dass die TG nicht nur leistungsfähig sei, sondern auch dem Ehrenamt gerecht würde. Die Angebotspalette des Vereins suche ihresgleichen. In Bezug auf die Sportförderung könne der Vereins immer auf die Hilfe des Landes hoffen. Ein wichtiges Versprechen aus dem Munde des Referatsleiters für Sportstättenbau im hessischen Innenministerium. Roman Pflüger ehrte abschließend Heinz Müller mit der Ehrennadel des Landessportbundes, Elisabeth Hartmann (40 Jahre), Ulla Lang, Ottheinrich Lang und Raimund Hartmann (alle 50 Jahre) für langjährige Mitgliedschaft sowie Ellen Kotyrba, die seit 1974 Vorstandsarbeit bei der Turngemeinde leistet.bb

Quelle: NNP 19.01.2009

«Sport entwickelt Lebensfreude»

Von Bernd Bude

Bad Camberg. Sie ist eine wahre Spitzensportlerin. Sie ist sich stets ihrer Vorbildfunktion bewusst. Sie ist natürlich geblieben und unterhält sich nach ihren Riesenerfolgen gerne mit Basissportlern. So, wie sie sie in Bad Camberg beim Neujahrsempfang der TG Camberg angetroffen hat: Cornelia Hanisch, dreifache Weltmeisterin im Einzel Florettfechten und Olympiasiegerin von Los Angeles 1984. Sie bringt es auf einen Punkt: «Ich wäre niemals so groß geworden wenn ich nicht Leute wie Sie gehabt hätte.» Dabei deutet sie mit dem Zeigefinger ins Publikum. Zum Fechten ist sie gekommen, weil sie stets gerne mit Jungs gespielt, sich mit ihnen geprügelt hat und sich verteidigen musste. Als die Familie nach Offenbach umgezogen war, bot sich der dortige Fechtclub als Terrain an, um sich sportlich auszuleben. Cornelia Hanisch plädiert gegen das Vorurteil, Fechten sei ein Sport, der sehr gefährlich sei. «Fußball und Reiten sind wesentlich gefährlicher», sagt sie. Trotz des Lebens in einer Randsportart, blickt die Weltmeisterin und Olympiasiegerin gerne auf ihre sportliche Karriere zurück. «Es gab ganz einfach Erlebnisse, die unbezahlbar sind. Durch Sport lernt jeder Mensch Disziplin und Sport fördert die Begeisterungsfähigkeit. «Sport entwickelt Lebensfreude», sagt die Athletin lapidar. Für sie sei es keine Schinderei gewesen. Enttäuschungen gab es jedoch auch. Die größte war für Cornelia Hanisch der Olympiaboykott 1980 für die Olympischen Spiele in Moskau. «Da war ich in absoluter Topform.» Cornelia Hanisch ist dem Sport, von dem sie nur wenig finanziellen Nutzen hatte, treu geblieben. Sie spielt Tennis und ihrem Mann zuliebe auch Golf. Dennoch: «Golf», sagt sie, «raubt mir den letzten Nerv, denn der Ball läuft nicht dahin, wo er hin soll.» Schließlich bezeichnet sie sich selbst als einen unruhigen Menschen und sie hat beispielsweise größten Respekt vor den deutschen Hockeyspielern, die 2006 Weltmeister und 2008 Olympiasieger geworden sind. «Die Leute sind fitter als manche hochbezahlten Fußballer. Davor ziehe ich den Hut.» So hat sich die Frau, die einer Sportart angehört, die in hiesiger Region keinerlei Popularität genießt, in die Herzen der Zuhörer gesprochen, die ihr förmlich an den Lippen zu kleben schienen.

Quelle: NNP 19.01.2009

Ehrungen bei der Turngemeinde

Bad Camberg. Die Turngemeinde (TG Camberg) nutzte ihren Neujahrsempfang, um weitere verdiente Mitglieder auszuzeichnen. Der Vorsitzende Roman Pflüger und seine beiden Stellvertreter Michael Pflüger und Stefan Schütz sowie Sportkreisvorsitzender Hermann Klaus nahmen die Ehrungen vor. So ist Elisabeth Hartmann ist seit 60 Jahre Mitglied der TG. Abteilung des Jahres ist die Gruppe «Gymnastik Er und Sie», die seit fast 50 Jahren unter der Leitung von Helmut und Brigitte Thies mittwochs ihre Übungsstunde abhält. Heinz Müller nahm das «Qualitätssiegel Sport pro Gesundheit» des Landessportbundes entgegen. Diese Zertifizierung berechtigt die Teilnehmer, von Krankenkassen einen Zuschuss zu erhalten. bb

Quelle: NNP 22.01.2009


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